Zahnmedizin im Alter

Zahnmedizin im Alter

Im Alter sehen wir uns vor gesundheitliche Herausforderungen gestellt. Zähne und Zahnhalteapparat verändern sich. Überwunden geglaubte Probleme tauchen wieder auf. Karies rückt im fortgeschrittenen Alter wieder in den Fokus. Probleme mit dem Zahnfleisch nehmen zu.

Die Kiefer bilden sich zurück, wenn keine Zähne mehr da sind, um die notwendige Beanspruchung aufrechtzuerhalten. Die verschiedenen Krankheitsbilder, die mit dem Alter auftauchen, und die damit einhergehende, verstärkte Medikamenteneinnahme stellen uns Zahnärzte und Sie, liebe Patienten, vor komplexe Probleme.

Im Folgenden haben wir einen kleinen Umriss zu diesem Thema geschrieben, mit den wichtigsten Punkten und dem nötigen Augenmerk. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass Sie auch im Alter noch mit Freude zubeissen können!

Der Speichel – das unterschätzte Lebenselixier

Wasser des Lebens Der Speichel ist sowas wie eine Zauberflüssigkeit für den Körper. Er hat ganz wichtige Eigenschaften, die dazu beitragen, dass der Mensch gesund bleibt. Sein Einfluss geht weit über die Mundhöhle hinaus. Der Speichel puffert z.B. Säure ab, hält Schleimhäute befeuchtet, wirkt antibakteriell und leitet den ersten Schritt bei der Kohlenhydratverdauung ein. Sie können hier mehr darüber lesen.

Mit dem Alter wird die produzierte Speichelmenge immer geringer. Krankheiten und Medikamenteneinnahme können ebenfalls zu einer massiven Abnahme der Speichelproduktion führen. Es entsteht Mundtrockenheit, fachlich Xerostomie genannt, und dadurch auch eine Reihe von Problemen. Als Erstes ist das Wiederaufkommen von Karies zu nennen, vor allem Wurzelkaries. Aufgrund der trockenen Schleimhäute entstehen immer wieder auch Verletzungen und vermehrt Parodontitis.

Wir bieten verschiedene Produkte an, die zur besseren Befeuchtung des Mundraumes dienen. In Kombination mit regelmässigeren Kontrollen und professionellen Zahnreinigungen durch unsere Dentalhygienikerin können Sie bereits sehr viel erreichen.

 

Mit Biss durchs Leben

Gesunder Biss Studien haben ergeben, dass die Kaufunktion 1:1 mit der körperlichen Beweglichkeit korreliert. Konkret heisst das, wenn man nichts mehr kauen kann, wird man immobil und baut körperlich rapide ab. Auf gesunde Weise kauen zu können ist tatsächlich eine der Grundvoraussetzungen für Autonomie im hohen Alter!

Umso wichtiger ist, dass man rechtzeitig vorbeugt, um sich die Kaufunktion zu erhalten. Dazu gehört ein funktionsfähiger Zahnersatz, wenn man zum Beispiel nicht mehr oder nicht mehr vollständig eigene Zähne hat. Herausnehmbarer Zahnersatz, sprich Prothesen, müssen regelmässig an die sich verändernden Kieferverhältnisse angepasst werden. Sie müssen z.B. in gewissen Zeiträumen ausgebaut und unterfüttert werden.

Die restliche Bezahnung braucht eine sorgsame Pflege, zumal Zahnfleischbluten und Zahnlockerung mit dem Alter zunehmen. Besonders in der Schweiz hat sich die Zahl der Implantate, aufgrund oftmals vieler Vorteile, im letzten Jahrzehnt drastisch vermehrt. Diese erfordern ebenfalls spezielle Pflege und Nachsorge.

Ein besonderes Augenmerk brauchen Bestrahlungspatienten und solche, die Medikamente gegen Knochenumbau und Osteoporose erhalten. Unser detaillierter Fragebogen zu  Gesundheitsfragen hilft uns, auf Ihre persönlichen medizinischen Bedürfnisse individuell einzugehen.

Wir helfen Ihnen bei der rechtzeitigen Vorbeugung, damit Sie auch im hohen Alter noch kräftig zubeissen können!

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