Zahnkronen – Nicht nur für Könige

Der Begriff der Zahnkrone leitet sich von den kreisförmig angeordneten Erhöhungen menschlicher Backenzähne ab, die in der Draufsicht wie eine Krone wirken. Die natürliche Zahnkrone ist der sichtbare Bereich eines Zahnes. Um den enormen Belastungen jahrelangen Kauens widerstehen zu können, ist die natürliche Zahnkrone mit Zahnschmelz überzogen, dem härtesten natürlichen Material in unserem Körper.
Eine künstliche Zahnkrone ersetzt die natürliche Zahnkrone und kann aus verschiedenen Materialien bestehen wie Gold, Keramik, Titan und anderen Metallen oder Kunststoff. Sie wird als zahnerhaltende Massnahme angesehen und ist damit kein Zahnersatz, wobei sie Teil von Zahnersatz sein kann, wenn z.B. ein Implantat gesetzt wird.

Wann ist eine künstliche Zahnkrone nötig?

  • Der häufigste Grund ist Karies. Der Schmelz ist zwar das härteste Material in unserem Körper, hält aber wiederholten Säureattacken nicht stand. Die Säure ist ein Nebenprodukt des Zuckerabbaus durch kariesverursachende Bakterien. Ist die Karies einmal durch den Schmelz hindurchgedrungen, ernähren sich die Bakterien nicht mehr von der Plaque, sondern von dem organischen Gewebe des Zahnbeins (Dentin). Bleibt dies unbehandelt, ist es ein selbstunterhaltender Prozess, der bis zur Wurzelentzündung gehen kann. Wird die Karies nicht rechtzeitig beim Zahnarzt behandelt und der Zahn mit einer Füllung versehen, kann sie den Zahn völlig aushöhlen. Auch stark und/oder mehrfach gefüllte Zähne werden mit der Zeit in ihrer Substanz geschwächt und müssen überkront werden.
  • Unfälle, bei denen Zähne stark in Mitleidenschaft gezogen werden, erfordern ebenfalls eine Überkronung.
  • Individuelle Problematiken wie starkes Zähneknirschen, Reflux (Rückfluss von saurem Mageninhalt) oder auch Bulimie können den Zahnschmelz über längere Zeit hinweg massiv angreifen. Dabei werden die natürlichen Zahnkronen regelrecht weggeätzt und weggewaschen, oder im Falle des Zähneknirschens weggebissen. Der Schmelz verschwindet teilweise vollständig. Die Zähne werden immer kleiner und es kann zu Funktionsstörungen im Kiefergelenk kommen durch die abgesenkte Bissebene. In diesen Fällen ist eine ganze Kiefersanierung inklusive Wiederaufbau der Kauebene mittels mehrerer Teil- oder Vollkronen nötig. Die moderne Klebetechnik erlaubt aber mittlerweile ein minimalinvasives Vorgehen. Dabei werden nur die fehlenden Teile der Zähne ersetzt und mit Kompositen befestigt. Man spricht in diesem Fall von Tabletops.
  • Wurzelbehandelte Zähne verlieren mit der Zeit ihre Festigkeit und werden spröde. Mit einer Zahnkrone beugt man daher in der Regel einem möglichen Bruch des Zahnes vor.
  • Verlorene oder fehlende Zähne bilden eine Zahnlücke, die durch eine Brücke ersetzt werden kann. Diese wird an den künstlichen Zahnkronen der angrenzenden Zähne befestigt. Je nach Grösse der Zahnlücke können auch Implantate gesetzt werden.

Welches Material für die Krone?

Vollkeramik – Das Material der Wahl

ZahnkronenVollkeramik ist nicht nur bestens verträglich (keine Allergien bekannt), sondern auch überaus stabil und kann perfekt der Farbe der eigenen Zähne angepasst werden. Darüber hinaus vermindert die sehr glatte Oberfläche von Keramik die Anlagerung von Zahnbelägen und Plaque und trägt so zu einer besseren Mundhygiene bei. Keramik schützt den Zahn auch durch seine temperaturisolierenden Eigenschaften.

Eine Krone aus Vollkeramik genügt damit den höchsten Ansprüchen und fügt sich nahtlos in das vorhandene Gebiss ein. In unserer Praxis nutzen wir das hochmoderne Cerec 3D Verfahren, welches es uns erlaubt, in nur einer Sitzung die benötigte Krone herzustellen und auch einzusetzen.

Das spart Zeit und Kosten und als besonderes Gimmick können Sie bei uns in der Praxis sogar aus dem Wartezimmer heraus live mitansehen, wie Ihre Krone aus einem festen Block innerhalb kurzer Zeit gefräst wird!

Cerec von Dentanova – Immer auf dem neuesten Stand der Zahntechnik

Mit der revolutionären Methode von Cerec (Chairside Economical Restoration of Esthetic Ceramics oder CEramic REConstruction) können wir Ihnen folgende Leistungen anbieten:

  • Kronen auf Implantate aus Vollkeramik (e.max)
  • Inlay/Onlay/Kronen-Restaurationen aus Kunststoff/Kunststoff-Keramik-Hybrid oder Vollkeramik, abhängig von der jeweiligen Indikation
  • Veneers und minimalinvasive Klebebrücken für höchste ästhetische Ansprüche
  • Zahnbrücken: Drei- und mehrgliedrige Brücken (Zirkonkeramik). Ab 4 Gliedern in Zusammenarbeit mit unserem auf Cerec spezialisierten Dentallabor. Diese werden in 2 Sitzungen präpariert, hergestellt und eingesetzt, daher sind hierbei Provisorien notwendig.

CEREC ist eine CAD/CAM-Methode zur Wiederherstellung von Zahnkauflächen. Sie wurde ursprünglich 1980 von Prof. Mörmann an der Universität Zürich entwickelt. Diese Methode ermöglicht es uns, zeitsparend und effizient individuelle Keramik-Restaurationen computergestützt selbst zu konstruieren und herzustellen. Seit den eher bescheidenen Anfängen hat sich mittlerweile eine Technologie entwickelt, die mit dreidimensionalen Bildern arbeitet und so ganz präzise Zahnrekonstruktionen ermöglicht. Es ist eine der bestuntersuchten modernen Methoden der Zahnmedizin und erlaubt uns, in einer einzigen Sitzung die nötige Keramikfüllung, -krone oder Teilkrone herzustellen und einzusetzen.
Das geschieht mit Hilfe einer optischen Aufnahme, anhand derer am Computer Inlays, Onlays oder Kronen designt werden, ganz individuell. Diese werden anschliessend aus einem Keramikblock von einer speziellen Schleifmaschine herausgeschliffen. Abgesehen von den bewährten Feldspatkeramiken arbeiten wir noch mit dem e.max CAD. Das ist ein Lithium-Disilikat Glaskeramik-Block mit besonderen Eigenschaften. Im vorkristallisierten Zustand ist das Material blau-lila und kann in die gewünschte Form geschliffen werden. Danach wird diese Keramik individuell bemalt und in einem speziellen Ofen bei 840° C gebrannt. Das führt zu einer Substanzumwandlung, die eine ausserordentlich stabile und ästhetisch anspruchsvolle Keramik schafft.

praxisalltag71Die e.max CAD Blocks verfügen über eine natürliche Helligkeit. Durch die Transluzenz (Lichtdurchlässigkeit) und die Farbenvielfalt ist es problemlos möglich, vollanatomische, ästhetisch sehr anspruchsvolle Restaurationen (Kronen) aus dieser Glaskeramik herzustellen. Dies ist naturgemäss ein zweizeitiges Verfahren, da die Restaurationen gebrannt werden müssen. Wer aber eine lästige Wartezeit und Provisorien vermeiden möchte, kann die Versorgung an einem Tag erhalten, mit einer Pause von 1-2 Std. dazwischen. Neben den hervorragenden Eigenschaften ermöglicht die CEREC-Technologie, Zeit und Kosten einzusparen, da lästige Abformungen, Provisorien und Laborkosten wegfallen.

Kronen aus Metall – Ästhetisch ausgedient

Verblendkronen – Überholte Kompromisse

Es gibt Stahl-, Titan- und Goldkronen, wobei Goldkronen sicher die bekanntesten Vertreter von Metallkronen sind. Obwohl Haltbarkeit und Verträglichkeit bei Metallkronen durchaus für sich sprechen, haben Verblendkronen und Keramikkronen ihnen aufgrund ihres Aussehens den Rang abgelaufen.
Stahlkronen werden allerdings auch heute noch in ärmeren Ländern aufgrund der geringen Kosten verwendet. Titankronen sind teurer, schwierig anzupassen und von grau-schwarzer Farbe. Goldkronen verzaubern nur noch in sehr begrenzten Kultur- oder Musikkreisen den Betrachter – wie schön das Zahnfleisch dazu auch aussehen mag – und machen eigentlich nur noch Sinn, wenn man in steigende Goldpreise investieren und die Investition immer möglichst nahe am Körper dabei haben möchte.

Um ästhetisch fragwürdige Metallkronen wie normale Zähne aussehen zu lassen, wurden sogenannte Verblendkronen entworfen, deren sichtbarer Teil mit einem zahnfarbenen Material verblendet wird.
Verblendkronen werden also aus zwei unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt. Der Unterbau besteht aus Metall, welches dann mit einer zahnfarbenen Keramik- oder Kunststoffverblendung überzogen wird. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, die seit dem Aufkommen von Vollkeramik-Kronen normalerweise auch nicht mehr notwendig ist.
Metallkeramikkronen können in speziellen Fällen in Betracht gezogen werden, in denen die Zahngrenze sehr tief unter dem Zahnfleisch liegt. In allen anderen Fällen sprechen Ästhetik, Bio-Verträglichkeit und Preis eindeutig für die Vollkeramikkrone.