Zahnimplantate: Zahnersatz, der hält!

Zahnimplantate sind feste künstliche Zähne, die fehlende Zähne ersetzen.
Sie werden mithilfe eines Schraubgewindes fest in den Kieferknochen eingesetzt und fügen sich nahtlos in das vorhandene Gebiss ein. So haben sie entscheidende Vorteile gegenüber dem nicht im Kiefer fixierten Zahnersatz oder Brückenkonstruktionen, bei denen zudem gesunde Zähne mit zur Festigung herangezogen werden müssen.

Für wen ist ein Implantat sinnvoll?

Grundsätzlich erst einmal für jeden, der einen, mehrere oder sogar alle Zähne verloren hat. Ebenfalls sinnvoll ist der Einsatz bei Patienten mit Prothesen, deren Halt durch Implantate stabilisiert und gefestigt wird. Weitere Einsatzmöglichkeiten finden sich bei grossen Zahnlücken oder stark verkürzten Zahnreihen.

Woraus bestehen Zahnimplantate und wie werden sie eingesetzt?

Vorgehen bei Einzelzahnverlust

Ein Zahnimplantat besteht aus einer künstlichen Zahnwurzel, welche wie eine Schraube oder Gewinde aussieht und vom Zahnarzt in den Kieferknochen eingeschraubt wird, sowie einer sichtbaren künstlichen Zahnkrone (Suprakonstruktion) aus Metallkeramik/Vollkeramik oder Zirkon, welcher über ein Innengewinde mit der künstlichen Zahnwurzel verbunden ist. Für die Schraube setzen wir bewährtes, gewebeverträgliches Titan ein. Titan ist biokompatibel, d.h. es wird problemlos vom Körper akzeptiert, ohne dass es zu allergischen oder anderen Abstossungsreaktionen kommt, und wird deswegen auch schon seit Jahrzehnten in der Orthopädie eingesetzt. Der Knochen verwächst also ohne Zwischenschicht direkt mit der Oberfläche der Schraube, was man auch als Osseointegration bezeichnet.

Die Zahnkrone bzw. die Suprakonstruktion ist der sichtbare Teil des Zahnersatzes und fügt sich sowohl vom Gefühl als auch in Form und Farbe nahtlos in das bereits vorhandene Gebiss ein. Das Implantat wird zunächst wie eine Schraube im Kiefer des Patienten eingebracht. Normalerweise reicht eine kleine Lokalanästhesie, damit das Ganze schmerzfrei ablaufen kann. Anschliessend folgt eine Heilungs- und Integrationsphase, in der das Implantat fest mit dem Knochen zusammenwächst. Diese dauert im Normalfall 3 Monate im Unterkiefer und ein halbes Jahr im Oberkiefer. Danach kann der neue “Zahn” mit der darauf passenden Krone versehen und kaubelastet werden.

Wenn ein einzelner Zahn verloren gegangen ist, dann ist  das Implantieren sicher die bessere Wahl, da benachbarte Zähne dadurch geschont werden. Ein Einzelzahn-Implantat wird an die Stelle der verloren gegangenen Zahnwurzel gesetzt und bleibt während der Heilphase von mehreren Wochen unbelastet unter der Schleimhaut. Während dieser Zeit trägt der Patient einen provisorischen Zahnersatz, der festsitzend oder herausnehmbar ist.

Bei der nicht chirurgischen Variante hingegen muss der verlorene Zahn durch eine feste Brücke ersetzt werden, welche die benachbarten Zähne unnötig stark beansprucht und zu Folgeschäden wie Sekundär-Karies oder einer Wurzelbehandlung führen kann. Ein Implantat umgeht diese Brückenproblematik und sollte am besten 6-8 Wochen nach Zahnverlust eingesetzt werden.

Das sogenannte Sofortimplantat kommt zum Tragen, wenn in der Praxis ein Zahn vom Zahnarzt gezogen werden muss und der Zahn direkt anschliessend durch ein Implantat ersetzt wird. Die Implantation kann nur dann gleichzeitig mit der Extraktion (Zahn ziehen) erfolgen, wenn der Zahn keine Entzündung zeigt und der Knochen einwandfrei ist. Dies verhindert eine Schrumpfung des Gewebes und erspart dem Patienten einen zusätzlichen Eingriff. Dies ist jedoch selten die Methode der Wahl, da Extraktionslöcher selten mit dem Umfang des benötigten Implantats übereinstimmen und die Implantation eher schwieriger als einfacher ist.

Vorgehen bei Verlust von mehreren oder allen Zähnen

Kieferknochen aufbauen – Wann und warum?

Im Falle mehrerer fehlender Zähne oder eines zahnlosen Kiefers können Implantate als zusätzliche Halteelemente verwendet werden. Dies wird bei Komplikationen der Vollprothetik oft nötig, z.B. bei schlechtem Halt, verminderter Kauleistung, Knochenschwund oder Faltenbildung. Die Implantate ermöglichen den festen Halt einer Prothese und verhindern damit auch den lokalen Knochenschwund. Die Kauleistung wird massiv verbessert und die Bisshöhe bleibt länger bestehen, was auch der Faltenbildung in den Mundwinkeln entgegenwirkt.

Zahnimplantate in Verbindung mit Druckknöpfen oder anderen Verankerungssystemen geben stabilen, sicheren Halt und führen zu einem neuen Lebensgefühl. Die Anzahl der benötigten Implantate richtet sich nach der Grösse der Brücke oder Prothese und auch danach, ob der Unterkiefer oder der Oberkiefer betroffen ist.

Wenn sich der Kieferknochen aufgrund längerer Nichtnutzung zurückgebildet hat – zum Beispiel, wenn eine Zahnlücke oder auch der zahnlose Kiefer über längere Zeit nicht oder nur unzureichend mit Zahnersatz versorgt wird – reicht die Höhe oder die Breite des Knochens nicht mehr für eine sofortige Implantation aus. Die Knochenmasse muss in diesem Fall zuerst wieder vergrössert werden, damit das Implantat direkt nach dem Setzen Halt findet und so auch optimal mit ihm verwachsen kann.

Dieser Prozess wird Knochenaufbau genannt und durch den Einsatz von körpereigenen Knochen oder Knochenersatzmaterialien gesteuert. Der natürliche Knochen lagert sich hierbei an ein Gerüst an, das ihm geboten wird. Sobald die nötige Dicke und Stabilität erreicht ist, kann das Implantat eingesetzt werden.

Erfolg und Misserfolg

Kosten von Zahnimplantaten

Zahnimplantate haben heute eine sehr gute Langzeitprognose: Über 95% der von erfahrenen Zahnärzten gesetzten Zahnimplantate verrichten auch nach über zehn Jahren noch ihren Dienst. Diese Quote spricht für sich. Ein Implantat ist als eine Versorgung fürs ganze Leben gedacht.
Trotzdem kann es gelegentlich zu Misserfolgen kommen, bei denen auch Implantate verloren gehen können oder sich das Implantatbett entzünden kann (Periimplantitis). Als Risikofaktoren für einen Implantatverlust gelten besonders eine schlechte Mundhygiene, starkes Rauchen, Autoimmunerkrankungen oder ein ausgeprägter Knochenschwund des Kieferknochens. Auch die Überlastung des Knochens oder eine bakterielle Infektion zählen zu den Gründen eines Implantatverlustes.

Regelmässige Kontrollen beim Zahnarzt und eine gewissenhafte tägliche Mundhygiene sind immer noch die besten Voraussetzungen für einen dauerhaften Erfolg der Implantatbehandlung.

Zahnverlust und die damit entstandene Zahnlücke ist für niemanden schön. Daher sollte jeder die Möglichkeit bekommen, diesen Zahnverlust durch ein stabiles und kostengünstiges Zahnimplantat auszugleichen. Wir bemühen uns, Ihnen günstige Zahnimplantate anzubieten, die von hoher Qualität sind, aber leistbar bleiben. Dafür gestalten wir unsere Arbeitsweise äusserst effizient und orientieren uns immer an den neuesten Entwicklungen.