Zahnersatz: Wann ist er notwendig?

Zahnersatz ist der Sammelbegriff für jede Form von Ersatz von fehlenden natürlichen Zähnen.
Wichtig zu wissen ist, dass fehlende Zähne nicht nur das Aussehen beeinträchtigen, sondern auch zu weiteren Problemen führen wie Funktionsverlust, vermindertem Kauvermögen und sogar Verschlechterung der Aussprache. Ein Zahnverlust bedeutet immer eine Zahnlücke und damit eine Fehlbelastung des restlichen Gebisses, was letztendlich den ganzen Zahnhalteapparat betreffen kann. Sind mehrere Zähne betroffen, kann das Essen nicht mehr ausreichend gekaut und verkleinert werden, so dass sogar die Ernährung darunter leiden kann, da manche Vitalstoffe aufgrund der zu grossen Essensbrocken nicht mehr vom Körper aufgenommen werden können.
Die Antwort auf die Frage nach dem Zahnersatz ist somit einfach: Verlorene und fehlende Zähne sollten nach Möglichkeit ersetzt werden! Ausnahme sind lediglich Weisheitszähne und Zähne, die in seltenen Einzelfällen aufgrund eines zu schmalen Kiefers vom Zahnarzt entfernt werden mussten.

Was sich auch bewährt hat, vor allem bei älteren Patienten, sind symmetrisch verkürzte Zahnreihen. Wichtig zu wissen ist, dass Zähne Funktionseinheiten sind – sie brauchen Nachbarn und Antagonisten (Gegenzähne) sonst wandern sie!

Welche Formen von Zahnersatz gibt es?

Zahnersatz wird grundsätzlich unterteilt in “festsitzender Zahnersatz” (Kronen, Teilkronen, Brücken, Implantate), “herausnehmbarer Zahnersatz” (Prothesen und Teilprothesen) und “kombinierter Zahnersatz” (Kombination aus festsitzenden und herausnehmbaren Teilen). Die Art des Zahnersatzes wird unter anderem durch die Lückengrösse bestimmt.

Festsitzender Zahnersatz – Was Sie vorab wissen sollten:

Wie der Name schon sagt, wird festsitzender Zahnersatz fest vom Zahnarzt im Mund verankert. Er fängt bei der Einzelkrone an und geht bis hin zu komplexen, grossspannigen Brücken, die einen ganzen Kiefer versorgen können. Wichtig ist hier der Zustand der Restbezahnung: man braucht genügend Verankerung.

Brücken, die klassische Variante

Seitenzahnbrücke, ReliefSie halten in der Regel zwanzig bis dreissig Jahre, bevor sie erneuert werden müssen, vorausgesetzt die Zahnsubstanz darunter ist unbeschädigt duch Karies und Parodontitis. Sie sind millionenfach bewährt und können im Vergleich zu (mehreren) Implantaten kostengünstiger sein. Dank stabiler Gerüste können auch mehrere fehlende Zähne überbrückt werden.
Nachteil ist jedoch, dass die Nachbarzähne zur Stabilisation herangezogen werden, was bedeutet, dass diese angrenzenden Zähne (auch Pfeilerzähne genannt) abgeschliffen und überkront werden müssen, obwohl sie ansonsten wahrscheinlich gesund sind. Weiterhin bildet sich der Kieferknochen an der Stelle der überbrückten Zahnlücke zurück, da er aufgrund des fehlenden Zahnes dort nicht mehr belastet wird.
Bei mehreren fehlenden Zähnen ergibt es allerdings durchaus Sinn, Brücken mit Implantaten zu kombinieren, so dass mit nur vier oder sechs Implantaten ganze Zahnreihen von bis zu zwölf Zähnen ersetzt werden können. Wir verwenden zunehmend Zirkon als Material für grosse Brücken: zahnfarben, metallfrei und sehr stabil.

Zahnkronen oder Teilkronen

Zahnersatz

Zahnkronen oder Teilkronen sind aus zahnärztlicher Sicht eigentlich kein Zahnersatz, sondern gehören zu den Zahnerhaltungsmassnahmen. Sie bedecken teilweise einen Zahn, wenn es erforderlich ist, und halten den betroffenen Zahn so lange wie möglich in der Funktionskette.

Ein Implantat ist oft die bessere Wahl im Falle von Einzellücken, da es für sich alleine steht und optimal gepflegt werden kann. Voraussetzung dafür ist genügend Knochensubstanz im Kiefer. Implantate werden direkt in den Kieferknochen eingesetzt und können ein Leben lang halten. Sie fügen sich perfekt in das vorhandene Gebiss ein und nehmen die Kaubelastung genauso auf wie gesunde Zähne.

Je nach Zustand der Nachbarzähne muss man sich dennoch die Frage stellen:

Implantat oder Brücke?

Zahnimplantat ModellSind die Nachbarzähne „jungfräulich“, also nicht bis kaum vorbehandelt, dann ist ein Implantat oft die bessere Wahl. Dann lohnt dort auch der Mehraufwand von Knochenaufbau. Eine günstige Alternative dazu kann eine Klebebrücke sein.

Sind die Nachbarzähne allerdings stark vorbehandelt, dann ist es durchaus sinnvoll, eine Brücke in Erwägung zu ziehen. Kleine Brücken bis zu 3 Zähnen stellen wir selber her mit dem CEREC-System aus einer sehr stabilen Lithium-Disilikat-Keramik, dem sogenanten e.max:

  • Kostengünstiger als laborgefertigte Brücken
  • Kann an einem Tag eingegliedert werden
  • Angenehme Behandlung durch digitale Abformung
  • Ästhetik, die höchsten Ansprüchen genügt

Versorgung einzelner Zähne machen wir in der Praxis seit geraumer Zeit in einer einzigen Sitzung mit dem CEREC-System: schnell, günstig, digital, mit einer Vielzahl an Materialien verwendbar.

Vom Kunststoffprovisorium (Einzelkrone bis mehrgliedrige Brücken) bis hin zum höchst ästhetischen Brennkeramik. Alles aus einer Hand, alles vor Ort.

Das verstehen wir unter moderner, zeitgemässer Zahnmedizin!

Herausnehmbarer Zahnersatz – Prothesen, Vollprothesen, Teilprothesen

Kombinierter Zahnersatz – Sicher, Komfortabel, Kostensparend

Die zahnärtzliche Prothetik, welche ihren Namen vom Wort „Prothese“ (= Ersatz eines fehlenden Körperteils) hat, befasst sich mit der Wiederherstellung der Funktion des Kauorgans. Prothesen kommen dann zum Tragen, wenn keine oder nicht mehr genügend eigene Zähne vorhanden sind, um eine feste Versorgung zu erlauben. Auch wenn die Implantologie heute wesentlich mehr Möglichkeiten zum Herstellen von festem Zahnersatz bietet als früher, sind nicht immer die nötigen Voraussetzungen dafür gegeben, z.B. wenn nicht mehr genügend Kieferknochen vorhanden ist.

Teil- oder Vollprothesen gibt es seit jeher und sie funktionieren in der Regel gut. Eine Vollprothese im Unterkiefer ist allerdings meistens eine wacklige Angelegenheit. Anders als im Oberkiefer, wo die Prothese durch einen Saugeffekt festgehalten wird, liegt die Unterkieferprothese auf einem dünnen Grat, der mit der Zeit immer mehr verschwindet.
Hier gibt es Abhilfe durch die festsitzende Prothetik: Mit der modernen Zahnmedizin ist es oft möglich, die vorhandenen Vollprothesen im Nachhinein über Implantate fest zu verankern.

Der kombinierte Zahnersatz besteht aus zwei Teilen: einem festsitzenden und einem herausnehmbaren Element. Das festsitzende Element wird auf einem stabilen Zahn oder Implantat befestigt und dient der Verankerung des herausnehmbaren Gegenstückes – der Teilprothese. Als Befestigung dienen Druckknöpfe oder sogenannte locators: Befestigungselemente, deren Gegenstück (Matrize) in der Prothese eingelassen ist.

Ein kombinierter Zahnersatz bietet einige Vorteile. Zum einen besteht durch die Befestigung an den Restzähnen oder Implantaten ein sehr guter Halt. Verglichen mit unbefestigten Teilprothesen werden die Zähne, die zur Befestigung herangezogen werden, ausserdem besser vor Karies geschützt. Zum anderen wird eine Überbelastung einzelner Zähne durch eine Verblockung der Restbezahnung vermieden. Des Weiteren sind die Kosten geringer, als wenn mehrere Zähne komplett durch Implantate ersetzt werden.

Welcher Zahnersatz ist für mich der Richtige?

Um das herausfinden zu können, machen Sie bitte einen Termin mit uns aus. Das geht schnell und unkompliziert. Nach einem ersten Check und Gespräch können wir die für Sie passendste Lösung anbieten und natürlich auch schnell und sicher umsetzen. Selbstverständlich achten wir dabei auch auf die Kosten und berücksichtigen Ihre Wünsche und Möglichkeiten.