Zähneknirschen jetzt stoppen

Das Kausystem – bestehend aus Zähnen und Zahnhalteapparat, Kaumuskulatur und Kiefergelenk – ist ein komplexes Gebilde mit fein aufeinander abgestimmten Abläufen. Die Hauptfunktion der Zähne ist das Zerkleinern der Nahrung. Das hat zur Folge, dass Zähneknirschen und/oder -pressen ausserhalb der Nahrungsaufnahme zu verschiedenen Beschwerden führen können, wie z.B. Kiefergelenksbeschwerden oder Verspannungen der Kiefer- und Nackenmuskulatur.

Zähneknirschen – Symptome – Was tun?

Beim Zähneknirschen/Zähnepressen (Fachbegriff “Bruxismus”) reiben oder pressen Betroffene Ober- und Unterkiefer unbewusst aufeinander. Obwohl Bruxismus meist nachts im Schlaf passiert, kann es auch tagsüber stattfinden, meistens unbewusst, und ist oft eine über Jahre erlangte Gewohnheit. Unter den zum Teil immensen Kräften, die beim Zähneknirschen wirken, leiden nicht nur Gebiss, Zähne und Zahnschmelz, sondern auch Kiefergelenke und Kaumuskulatur. Darüber hinaus kann es Ursache von Muskelverspannung, Kopfschmerzen, Migräne und sogar Tinnitus sein.

Ursachen:

Die Ursache des Zähneknirschens hat oft einen psychologischen Hintergrund. Meist ist Stress bzw. die nächtliche Verarbeitung von Stress am Knirschen Schuld, aber auch Erkrankungen des Zahnhalteapparates, funktionelle Störungen des Kiefergelenks und auch neurologische Erkrankungen können mögliche Ursachen sein. Übrigens begünstigen Alkohol und koffeinhaltige Getränke bei bereits Betroffenen das nächtliche Zähneknirschen.

Wie finde ich heraus, ob ich an Zähneknirschen leide?

Die Kaumuskeln können schmerzen, besonders morgens nach dem Aufwachen. Manchmal knackt auch der Kiefer, wenn man den Mund öffnet und schliesst. Tasten Sie am besten morgens mal die Muskulatur an der Wange zum Kiefergelenk hin und fühlen Sie, ob sie verspannt oder verhärtet ist. Vielleicht haben sich dort auch kleine Knubbel gebildet? Schmerzt der Kiefer? Der Partner wird wahrscheinlich auch wissen, ob Sie im Schlaf mit den Zähnen knirschen. Fragen Sie doch einfach mal.

Sicher können Sie sein, wenn Sie unsere Frau Med. dent. Dana Marinescu fragen.
Sie kann es unter anderem am abgeflachten Höckerrelief der Zähne und abgeschliffenen Zahnschmelz sehen. Es entstehen dann sogenannte Schliff-Facetten. Auch kann es durch das Aufeinanderpressen der Zähne zu feinen Rissen im Zahnschmelz kommen.
Schliesslich kann durch ein Abtasten der Wangenmuskulatur und des Kiefers erkannt werden, ob eine Verhärtung oder Vergrösserung vorliegt.

FOS-Deprogrammer – Schonend für die Zähne, leicht zu tragen

Zähneknirschen behandeln – Der Weg zur Besserung

Es handelt sich dabei um einen sogenannten Frontzahn-JIG, eine Kunststoffschiene, die allein über die Frontzähne (oben oder unten) getragen wird. Wir verwenden die Schiene von FOS (flexi orthotic system ©), eine Neuentwicklung im Bereich der Deprogrammer. Wir haben uns für dieses System entschieden, weil die Schienen aus einem innovativen Material hergestellt sind, die viele Vorteile für den Patienten und den Zahnarzt gleichermassen bietet.

Die Wirkungsweise ist denkbar einfach: Um das unerwünschte Zähneknirschen im Schlaf zu unterbinden machen sich solche Aufbissschienen die funktionellen Eigenschaften der Frontzähne zu nutze. Jeder Zahn ist nämlich über Nervenfasern mit der Kaumuskulatur verbunden. Wenn beim  Abbeissen ein zu starker Druck auf die Frontzähne ausgeübt wird, melden Rezeptoren den Kaumuskeln sich zu entspannen und loszulassen, was ein sogenannter Schutzreflex ist. Unsere Schiene nutzt genau diesen Schutzreflex aus und reduziert das nächtlich auftretende Zähneknirschen um bis zu 70 %. Dadurch, dass der Biss in der Front durch die Schiene gesperrt ist, kann man nachts nicht mehr auf die Seitenzähne beissen oder pressen. So lassen sich unphysiologische Beissmuster „deprogrammieren“, daher der Name.
Als Nebeneffekt werden so auch Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Migräne und Nackenprobleme nachhaltig gelindert oder gelöst. Übrigens lässt sich dieses System anfangs auch tagsüber verwenden, um hier per Selbstreflexion dem Träger das unbewusste Knirschen deutlich zu machen.
Zahnärzte nutzen dieses System gegen Bruxismus übrigens schon länger mit Erfolg, zur Freude von Kiefergelenk, Gebiss und Zähnen.

Materialeigenschaften

  • Innovatives Materialkonzept
  • Die Schienen bestehen aus einem speziellen Polyester Copolymer.
  • Dieser Kunststoff lässt sich hervorragend mit dem
  • Unterfütterungsmaterial und anderen Methacrylaten verbinden.

Die Vorteile des Verbunds:

  • Verfärbt auch bei längerer Tragzeit kaum.
  • Keine hygienischen Kompromisse.
  • Erhöht die Festigkeit des Systems und verringert
  • dadurch das Bruchrisiko.
  • Reparaturen oder Modifikationen sind schnell
  • und unkompliziert, auch bei Recalls.

Um dem Zähneknirschen im Schlaf den Garaus zu machen und das Gebiss zu schonen, ist ein Besuch beim Zahnarzt die erste Wahl. Wir haben die Möglichkeit, Ihnen eine sogenannte Aufbissschiene anzubieten, die dazu beiträgt, nächtliches Pressen, Knirschen und Mahlen von Zähnen zu vermindern oder gar zu vermeiden. Neben dem Besuch beim Zahnarzt ist eine bewusste Reduzierung des Stresslevels ein wichtiger Schritt zur Verringerung von Bruxismus. Finden Sie heraus, in welchem Umfeld Sie Stress verspüren und gehen Sie das Problem am besten direkt an.