Die lange Geschichte der Dentistry

Heute ist das universitäre Studium der Dentistry, also der Zahnmedizin üblicherweise Voraussetzung, um eine Tätigkeit als Dentist, beispielsweise in Zürich, ausüben zu können. Blickt man zurück in die Vergangenheit, war dies lange Zeit völlig anders. Das Berufsbild von einem Dentist bzw. das Studium der Dentistry war bis ins 18. Jahrhundert hinein gänzlich unbekannt.

Seit wann gibt es Behandlungen im Rahmen der Dentistry?

Der heutige Kenntnisstand der medizinhistorischen Forschung datieren die ältesten Spuren für Behandlungen im Sinne von Dentistry in der Indus-Kultur aus der Zeit um 3.000 v. Chr. im Gebiet des heutigen Pakistan. Schon in der Antike galten schöne, vollständige Zähne als Statussymbol und Zeichen für Kraft und Gesundheit und es wurde aus verschiedenen Materialien Zahnersatz im Rahmen der Dentistry angefertigt. Hierbei ging es indes hauptsächlich um ästhetisch-kosmetische Korrekturen für Wohlhabende, an mechanisch funktionierenden Zahnersatz, wie sie heute der Dentist aus Zürich anbieten kann, war nicht zu denken. Verschiedene Funde aus dieser Zeit belegen aber, dass bereits im Rahmen der Dentistry an der Behandlung von Zahnfäule  durch Ausschaben der erkrankten Bereiche und Verfüllung gearbeitet wurde.

Dentistry im Mittelalter

Im Mittelalter waren konservative, also zahnerhaltende Techniken und Massnahmen im Rahmen der heutigen Dentistry noch gänzlich unbekannt. Den Job von einem Dentist bzw. Zahnarzt, erledigte der örtliche Bader, also der Bademeister im öffentlichen Badehaus einfach mal so nebenbei. Hierbei muss es nach heutigen Massstäben der Dentistry sehr rustikal und unglaublich schmerzhaft zugegangen sein. Zähneputzen war dem Grossteil der Bevölkerung, auch im damaligen Zürich unbekannt, höchstens nach einem üppigen Essen wurden drückende Speisefaserreste mit Zahnhölzchen halbwegs entfernt. Selbst Wohlhabende putzten nur hin und wieder mit grober Bimssteinpaste, um die Zähne optisch aufzuhellen. Nach einer solchen Behandlung mögen zwar die Zähne weisser gewesen sein, der schützende Zahnschmelz war jedoch zerstört, was in der heutigen Dentistry eine Katastrophe darstellen würde.

Offizielle Anfänge von Dentistry

Das erste bekannte englischsprachige Werk zur Dentistry nennt sich „The operator for the teeth“ und stammt vom Gelehrten Charles Allen. Dieses erste Buch zum Thema Dentistry wurde 1685 in New York veröffentlicht. In diesem Buch wird beispielsweise empfohlen, Zähne von Hunden oder Schafen zu Transplantationszwecken zu verwenden. Ebenfalls 1685 erliess der Grosse Kurfürst Friedrich Wilhelm das preussische Medizinaledikt, eine Art erste Prüfungsordnung und Anforderungskatalog für künftige Mediziner im Bereich der Dentistry. Auch hierin waren Bestimmungen zur Ausübung zahnheilkundlicher Tätigkeiten vorhanden, so dass die Tätigkeit von einem Dentist, auch im damaligen Zürich, endlich aus dem Dunstkreis der Bader und Barbiere, Okkultisten und herumreisenden „Heiler“ in den Status eines Studien- bzw. Lehrberufs der Dentistry gehoben wurde. Mit der heutigen Dentistry, der Zahnmedizin des Zahnarztes aus Zürich, hatte das aber auch noch nicht sehr viel zu tun.